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Archive for November 2009

Jede Organisation „denkt“/ „tickt“ anders. Will man mit VertreterInnen sinnvoll kommunizieren, ist es hilfreich, deren Denkweise zu verstehen.

Dabei ist es so, dass jeder Organisationstyp (PO, NPO, GO etc.) einer Eigenlogik folgt. Von außen kann dann beobachtet werden, in welcher Schrittfolge eine Organisation vorgeht.

Bitte schauen Sie sich in Ruhe das pdf-Dokument (unten stehender link) an. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.  

Eigenlogik-Organisationstypen

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Was ist nun bei der dritten Theorie anders? – Zunächst verabschieden wir uns von Sender und Empfänger und konzentrieren uns auf das, was ‚dazwischen‘ passiert.

Zweierlei ist zu klären:
a) das systemtheoretische Kommunikationsmodell als solches und
b) die Rolle von Medien.

(weiter? – hier: Das systemtheoretische Kommunikationsverständnis (nach Luhmann))

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Das systemisch-pragmatische Kommunikationsverständnis nach Ruesch/ Bateson (1951, dt. 1995) bzw. Watzlawick/ Beavin/ Jackson (1969, dt. 2000, 20. Aufl.) nimmt eine deutliche Verschiebung vor: Kommunikation ist nicht das Austauschen von Botschaften sondern der gemeinschaftliche Prozess, wenn Bedeutung/ Sinn generiert wird – vor dem Hintergrund eines gemeinsamen Kontextes.

Der Ausruf „JA!“ ist im Stadion ein Ausdruck von Freude, darüber, dass ein Tor für die eigene Mannschaft gefallen ist.
Dasselbe „JA!“ wäre anlässlich der eigenen Vermählung sowohl auf dem Standesdamt wie in der Kirche unangemessen.
Die Unangemessenheit wird dann deutlich (gemacht), wenn der oder die Beobachter des ‚expressiven Aktes‘ eine mißbilligende Reaktion zeigen.

Damit lässt sich nach dem systemisch-pragmatischen Modell von Kommunikation folgende Unterscheidung treffen:

a) der ‚expressive Akt‘ – jemand spricht oder äußert sich in anderer Art,
b) die Wahrnehmung durch einen Beobachter und
c) die Gegenbeobachtung, dass durch den expressiven Akt beim Beobachter eine Reaktion erfolgt. (Man nimmt wahr, dass man wahrgenommen wurde.)

    Die Kritik an diesem Modell ist schon weit weniger dramatisch: der wirklichkeitserzeugenden Funktion von Sprache wird dieses Modell nicht gerecht.

    Bei jeder Art von Lernen, von Veränderung ist es genau dieser Aspekt, dem besondere Aufmerksamkeit gebührt: Wie gelingt es oder kann es gelingen, dass neue Aspekte an Bedeutung gewinnen? Was muss passieren, dass das Neue zur Prämisse des eigenen zukünftigen Handelns wird?
    Darauf liefert das Kommunikationsverständnis der neueren Systemtheorie nach Luhmann Erklärungen.

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Dieses Modell kennen Sie: es besagt, dass es

  • einen Sender gibt, der ein Signal ausgibt,
  • das Signal, welches durch Störungen/ Rauschen verzerrt/ verändert werden kann und
  • den Empfänger, der das Signal aufnimmt.

Kurz und gut: wie haben es hier mit einem technischen Modell zu tun. Die Reichweite dieser Theorie ist sehr beschränkt. Sie ist mitnichten falsch und die Leistung der Forscher kann als Grundlagenarbeit nicht hoch genug eingeschätzt werden. Gleichwohl erklärt sie viele Aspekte nicht.

  1. Das Modell unterstellt eine objektiv gegebene Wirklichkeit, die für soziale Systeme schlichtweg nicht richtig ist und erklärt das Phänomen, wie Bedeutung entsteht, nicht.
  2. Die Frage von Verständnisschwierigkeiten wird zu Ungunsten des Sendes beantwortet. Wäre sein/ ihr Signal nur deutlich gewesen, hätte ein Mißverständnis nie entstehen können. Wir alle wissen, dass es so einfach im täglichen Leben nicht ist.
  3. Das Modell schließt lernen aus, denn es geht von einem statischen, unveränderlichen objekthaften Akteursverhältnis aus. Wir alle wissen aber sehr wohl, dass Kommunikation das Wesen von sowohl Sender wie auch Empfänger drastisch verändern kann.

    Die Nachricht: „Ich liebe Dich.“ lässt aus der Kollegin eine feenhafte Lichtgestalt werden, während der Satz: „Sie sind entlassen.“ einen Menschen zum Unmenschen mutieren lassen kann.

Mit den Beschränkungen des Sender-Empfänger-Modells kommen wir also nicht weiter und suchen uns deshalb eine Theorie mit weiteren, anderen Erklärungshorizonten – das systemisch-pragmatische Kommunikationsverständnis.

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Modelle sind eine vereinfachende Möglichkeit, die Realität zu beschreiben.
Modelle entfalten ihre Nützlichkeit, wenn sie helfen, zielgerichtet die eigenen Handlungsmöglichkeiten zu entwerfen und passgenau umzusetzen.
Modelle werden gefährlich (zumindest dysfunktional), wenn sie zu sehr verzerren und uns auf falsche Wege führen.

Wir alle wissen, dass die Landkarte nicht sämtliche Aspekte der Landschaft erfasst oder abbildet bzw. dass die Speisekarte nicht so gut schmeckt wie die Speise. Manchesmal verführt uns ein vermeintlich eindeutiges Zeichen („echt schwäbische Maultaschen“) und dann sind wir vom realen Erlebnis enttäuscht.
Problematisch wird dies im Fall der Kommunikation, wenn ein unzureichendes Modell zur Erreichung spezifischer Ziele herangezogen wird.

Dargelegt werden sollen nun drei Kommunikationsmodelle, jedes mit unterschiedlichem Schwerpunkt und spezifischem Erklärungshorizont:
1. Klassisches Kommunikationsmodell nach Shannon/ Weaver
2. Systemisch-pragmatisches Kommunikationsverständnis nach Ruesch/ Bateson bzw. Watzlawick/ Beavin/ Jackson
3. Das systemtheoretische Kommunikationsmodell (nach Luhmann)

Bitte klicken Sie auf die Unterkapitel, um mit der Lektüre fortzufahren.

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